Archiv für Januar 2010
Eisige Temperaturen – Strom- und Gasverbrauch steigt
Die frostigen Temperaturen, die dieser Winter mit sich bringt, haben vielfältige Auswirkungen und eine davon ist auch der steigende Strom- und Gasverbrauch. Allein in diesem Januar lag der Strom- und Gasverbrauch schon um bis zu 10 Prozent höher als der des letzten Jahres, und ein Ende des Winters ist auch erst mal noch nicht in Sicht. Die Temperaturen in diesem Januar bewegen sich immerhin durchschnittlich bei -4,1 Grad.
Dass am Ende dieses Jahres jedoch hohe Nachzahlungen drohen, ist laut Annette Schütz, Unternehmenssprecherin beim Energieversorger BS-Energy nicht unbedingt gesagt, ihrer Meinung nach könnten der Februar und der März ja schließlich auch etwas milder ausfallen. Wenn hierzulande allerdings auch weiterhin Minustemperaturen herrschen, sollten sich die Verbraucher schon mal warm anziehen, was die Nachzahlungen angeht und eventuell auch schon mal etwas Geld beiseite legen, um diese Kosten in den Griff zu kriegen.
Strom- und Gaspreise werden erhöht
Das ist nun eigentlich nichts Neues – die Strom- und Gaspreise sollen in der nächsten Zeit wieder teurer werden. Insgesamt wollen rund 52 Grundversorger die Preise für den Strom anheben, ähnliches war allerdings auch schon in den letzten Monaten geschehen, so dass ein durchschnittlicher deutscher Haushalt inzwischen von einer Mehrbelastung in Höhe von rund 70 Euro im Jahr ausgehen muss. Seit Beginn des Jahres haben rund 20 Prozent der Grundversorger die Preise erhöht, so dass die Strompreise um bis zu 6,2 Prozent gestiegen sind. Auch bei den Gaspreisen zeigt sich eine ähnliche Entwicklung, hier hoben die Grundversorger die Preise um immerhin sechs Prozent an.
Um diese ständigen Erhöhungen zu umgehen bleibt eigentlich nur eines – sich einen Tarif mit möglichst langer Preisbindung heraus zu suchen. Dabei sollte man dann allerdings auf das Kleingedruckte achten, denn diese Preisgarantien gelten in einigen Fällen nicht für alle Bestandteile des Tarifs.
Energiegewinnung aus Holzgas
Es gibt inzwischen viele Möglichkeiten, auf alternative Weise Strom zu gewinnen – eine davon ist auch die so genannte Holzverstromung. Bei der Holzverstromung wird das im Holz enthaltene Gas durch einen speziellen Vergasungsvorgang in Energie umgewandelt. Der Trick dabei ist, das Holz nicht bei offener Flamme zu verbrennen, sondern zu verschwelen – dabei werden die im Rohgas enthaltenen Staub- und Teerkomponenten in speziellen Filteranlagen abgeschieden und das auf diese Weise gereinigte Holzgas kann dann anschließend mittels Kraft-Wärme-Kopplung weiter verwendet werden.
So kann zum Beispiel auch Abfallholz noch sinnvoll weiter verwertet werden. In dem Reaktor sorgt dann ein Gasmotor sowie ein Generator dafür, dass aus dem Holz ein brennbares Gas erzeugt wird. Einem österreichischen Unternehmen ist es so gelungen, innerhalb von 2000 Laufstunden rund 250.000 Kilowattstunden Strom zu erzeugen. Auch Wärme lässt sich mit diesem umweltschonenden Verfahren produzieren.
Stromengpass in China und Venezuela
Hierzulande und eigentlich auch in vielen anderen Ländern Europas muss man sich um eine nahtlose Stromversorgung eigentlich keinerlei Gedanken machen, das unangenehmste was in unseren Breitengeraden passieren kann ist ein Stromausfall – und auch der ist meist nach kurzer Zeit wieder behoben. Probleme ganz anderer Art haben derzeit die Menschen in Venezuela und auch China – allerdings aus zwei völlig unterschiedlichen Gründen: Während in Venezuela eine Dürreperiode verantwortlich ist für das Energieproblem, ist es in China die Kälte.
Große Teile Venezuelas werden mit Strom aus drei Wasserkraftwerken versorgt, die am Guri Stausee liegen. Da es in der letzten Zeit jedoch kaum geregnet hat in dieser Region ist der Wasserpegel hier bedrohlich tief gesunken, so dass man nun gezwungen war, den Strom zu rationieren. In der Umsetzung bedeutet dies, dass in Venezuela nun an jedem zweiten Tag der Strom abgeschaltet wird, um einen kompletten Zusammenbruch der Stromversorgung abzuwenden. So müssen die Venezuelaner nun an jedem zweiten Tag für drei bis vier Stunden auf den Strom verzichten – bis es wieder mehr regnet. Diesen Beitrag weiterlesen »
Neue Verordnung regelt Stromverbrauch von Haushaltsgeräten
In dieser Woche tritt europaweit eine neue Regelung für den Stromverbrauch von Haushalts- und Bürogeräten in Kraft, durch die bis zum Jahr 2020 große Strommengen eingespart werden sollen.
Demnach dürfen die Geräte, die ab jetzt in den Geschäften verkauft werden, nicht mehr als zwei Watt Strom im Standby-Modus verbrauchen. Man erhofft sich durch diese Maßnahme bis zum Jahr 2020 Einsparungen von bis zu 75 Prozent. Diese Menge entspricht ungefähr dem jährlichen Stromverbrauch Dänemarks. Gleichzeitig werden jedoch auch die CO2-Emissionen gesenkt, hier rechnet man mit einer jährlichen Einsparung von 14 Millionen Tonnen.
Im April diesen Jahres wird es dann die nächsten Änderungen in diesem Bereich geben, so soll dann zum Beispiel auch der Energieverlust bei den Netzteilen von Telefonen und Computern durch die Spannungswandlung reduziert werden. Ab Juli sollen dann neue Verordnungen für Kühl- und Gefrierschränke in Kraft treten.
