Archiv für März 2010
EU will Marktmacht der Strom-Riesen bekämpfen
Eine mächtige Allianz bildet sich nunmehr gegen die Marktmacht der großen deutschen Energieversorger: Politiker in Brüssel und Berlin wollen den Wettbewerb beim Strom deutlich verstärken. Ziel ist dabei ein funktionierender europäischer Binnenmarkt für Elektrizität.
Auf nunmehr massiven Druck müssen sich die vier großen Energiekonzerne E.on, RWE, EnBW und Vattenfall Europe einstellen. Diese bekommen sie nämlich laut einem Zeitungsbericht von der EU-Kommission, der Bundesregierung und dem Bundeskartellamt. Grund dafür ist die Marktmacht der Unternehmen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Solarstrom aus der Wüste – Sonnenkraft soll im Sand zwischengespeichert werden
Das Projekt „Desertec“ ist mittlerweile sehr wohl bekannt und hat für vielerlei Schlagzeilen gesorgt. Nun verfolgen Forscher hinsichtlich diesen Projekts eine weitere bahnbrechende Idee: Sand soll dazu genutzt werden, Sonnenenergie in der Wüste zwischenzuspeichern, denn schließlich gäbe es davon genügend an den Standorten solarthermischer Kraftwerke.
Die vergleichsweise einfache Zwischenspeicherung von Sonnenenergie in solarthermischen Kraftwerken macht die Solarthermie besonders attraktiv. Solch ein Kraftwerk kann nämlich theoretisch rund um die Uhr eine konstante Energiemenge liefern – ein entscheidender Vorteil gegenüber Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Windparks sollen Ökostromnetz bezahlen
Eine finanzielle Beteiligung der Bundesregierung an dem geplanten länderübergreifenden Stromnetz für Windkraft liegt außer Frage. Die Finanzierung sei Sache der beteiligten Firmen. Vor allem Betreiber von Windkraftanlagen in den Nordsee-Anrainerstaaten sollen einen Beitrag leisten.
Der Plan für das Ökostromnetz geht auf eine Initiative der Europäischen Union zurück. Ziel sei es, die naturbedingten Schwankungen bei der Erzeugung von Strom aus Windkraftanlagen auszugleichen. Die Kosten für dieses Unterfangen werden auf 30 Milliarden Euro geschätzt. Mit einer Realisierung sei jedoch erst in frühestens 10 Jahren zu rechnen.
Neubau von Atomkraftwerken gefordert
„Deutschland fehlt ein energie- und klimapolitisches Gesamtkonzept“. Dies war die nüchterne Erkenntnis der DPG-Jahrestagung. Für die langfristige Energieforschung wird zu wenig Geld ausgegeben. Auch hier wurde wieder heiß über das Thema der Überförderung von Photovoltaikanlagen gesprochen, auch wenn diese schon ein wenig gesenkt wurde. Forderte man doch eher den Neubau von Atomkraftwerken. Alte Kraftwerke sollten stillgelegt und neue Reaktoren gebaut werden. Neue Kraftwerke seien einfach sicherer und effizienter. Der Anteil des Atomstroms in Deutschland solle dabei nicht erhöht werden, sondern einfach nur gehalten werden.
Plädiert wurde nun dafür, durch erneuerbare Energien nicht Atomkraft-, sondern Kohlekraftwerke zu ersetzen.
Politisch ist diese Forderung jedoch kaum durchsetzbar und das ist bekannt. Spricht man derzeit doch nur von Verlängerungen von den Laufzeiten der AKW. Einen Neubau wagt keiner in den Mund zu nehmen, da die Widerstände der Bevölkerung zu gravierend sind. Diesen Beitrag weiterlesen »
Lebensmitteldiscounter bieten Ökostrom
Wer hätte das gedacht: vor allem der Discounter Lidl will sich nun ein umweltfreundliches Image zulegen. Denn nun wird hier auch Ökostrom der RWE-Tochter Eprimo verkauft. Neukunden werden, wie es so üblich ist, mit einem Einkaufsbonus von 100 € gelockt. Besonders verlockend scheint es zu sein, jedoch warnen Experten, dass dieses Angebot nicht besonders attraktiv sei.
Das Aktionspaket des Energiediscounters Eprimo soll bundesweit in mehr als 3000 Filialen erhältlich sein. Jedoch gilt dieses Angebot nur zwei Wochen und so lange der Vorrat reicht. Zur genauen Anzahl der vorrätigen Pakete will sich jedoch niemand äußern. Für nur 3,99 € kann man dieses Aktionspaket an der Lidl-Kasse erwerben. Die Anmeldung sollte dann bis zum 30. April 2010 bei Eprimo erfolgen. Gebunden ist man dann ein Jahr. Jedoch konnte Lidl auch zu den Strompreisen keine genauen Angaben machen, da diese regional variabel seien. Es wird aber versichert, dass der Strompreis bis 2011 stabil bleiben soll. Diesen Beitrag weiterlesen »
Deutsche Atomtechnik als Exportschlager?
Die Bundesregierung plant, die deutsche Atomtechnik zum Exportschlager machen. Es ist bekannt, dass Nukleartechnologien aus Deutschland zu den modernsten und sichersten weltweit zählen. Jedoch ist man sich in der Bundesregierung noch recht uneinig, was in Zukunft mit der Atomenergie in Deutschland werden soll. Man ist sich aber einig, dass Kernkrafttechnik im Ausland eine wichtige Rolle spielen soll.
Bereits jetzt wird aus ökologischen und ökonomischen Gründen der Export von Produkten im Bereich erneuerbare Energien unterstützt. Aus demselben Grund soll nun auch der Export unserer nuklearen Energietechnologie unterstützt werden. Die Förderung der deutschen Wirtschaft im Ausland soll auch strategischer Ansatz der Außenpolitik von Westerwelle werden, der mit vollem Einsatz hinter dieser ganzen Sache steht.
Kürzung der Solarförderung
Die Website www.spiegel-online.de sowie www.tagesschau.de haben es vorhergesehen und nun auch bestätigt: Die geplante Kürzung der Solarförderung, die durch das Kabinett bestätigt und somit genehmigt wurde, führt kurze Zeit später zum ersten großen Ärger. Der bayerische Ministerpräsident Seehofer hat seinen extremen Widerstand angekündigt.
Zum Auftakt der internationalen Handwerksmesse in München sagte Seehofer, dass die angestrebte Senkung (Hilfe für Dachanlagen: – 16%, Hilfe für Freiflächen: – 15%) zu hoch sei und falsche Schwerpunkte setzt. Das Bundesland Bayern will nun alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Änderung zu erreichen. Der Verlust guter Arbeitsplätze in einer modernen Branche durch zu hohe Kürzungen ist die verheerendste Folge. Diesen Beitrag weiterlesen »
E.on lässt Strompreise weiter steigen
Bereits im vergangenen Jahr hat der Stromkonzern E.on die Preise erhöht. Nun können sich Kunden auf eine weitere Welle gefasst machen. Wer in Hamburg oder Schleswig-Holstein lebt, hat ein schweres Los gezogen, denn hier soll der Strom bis zu 6,5 % ansteigen. Begründet wird diese Erhöhung mit höheren Kosten für erneuerbare Energien und erhöhten Netzentgelten.
Die Strompreiserhöhung soll im Mai dieses Jahres stattfinden. Die Durchschnittspreiserhöhung des Anbieters liegt bei 4,2 %. Jedoch fallen die Belastungen dieser Steigerung unterschiedlich aus. So sollen beispielsweise E.on-Kunden in Thüringen von Preiserhöhungen verschont bleiben. Diesen Beitrag weiterlesen »
Hohe Strompreise scharf von Verbraucherschützern kritisiert
Mittlerweile ist die Entwicklung nicht mehr nur für Verbraucher schwer nachvollziehbar. Im vergangenen Jahr konnte man eine Reduzierung der Preise für Elektrizität im Großhandel um rund 40 % vermerken. Die Privathaushalte mussten jedoch trotzdem weiter ordentlich zahlen. Daher braucht man sich über die Proteste der Verbraucherschützer nun auch nicht wundern. Diesen Beitrag weiterlesen »
Neue Richtlinien bei Elektrogeräten
Die EU hat sich vorgenommen, in den folgenden Jahren erheblich die Energiekosten der Verbraucher zu senken, indem Leerlaufphasen vermieden werden. Seit 06. 01. 2010 hilft man nunmehr beim Energiesparen, indem man Geräten viele Anforderungen abverlangt, die vorher nicht relevant waren. Zu den Geräten gehören unter anderem Rechner, Waschmaschinen, Fernsehgeräte und andere Büro- und Haushaltsgeräte. Man sollte daher beim Neukauf darauf achten, dass in bestimmten Leerlaufzuständen der Höchstwert der Elektroleistung von 1 Watt eingehalten wird.
Außerdem muss der Hersteller umfangreich über mögliche Leerlaufzeiten informieren. Weitere hilfreiche Informationen dazu kann das Umweltbundesamt geben. Das Bundesumweltamt hält weitere Informationen zu diesem Thema bereit.



