Archiv für die Kategorie „Energiepolitik“
Windparks sollen Ökostromnetz bezahlen
Eine finanzielle Beteiligung der Bundesregierung an dem geplanten länderübergreifenden Stromnetz für Windkraft liegt außer Frage. Die Finanzierung sei Sache der beteiligten Firmen. Vor allem Betreiber von Windkraftanlagen in den Nordsee-Anrainerstaaten sollen einen Beitrag leisten.
Der Plan für das Ökostromnetz geht auf eine Initiative der Europäischen Union zurück. Ziel sei es, die naturbedingten Schwankungen bei der Erzeugung von Strom aus Windkraftanlagen auszugleichen. Die Kosten für dieses Unterfangen werden auf 30 Milliarden Euro geschätzt. Mit einer Realisierung sei jedoch erst in frühestens 10 Jahren zu rechnen.
Neubau von Atomkraftwerken gefordert
„Deutschland fehlt ein energie- und klimapolitisches Gesamtkonzept“. Dies war die nüchterne Erkenntnis der DPG-Jahrestagung. Für die langfristige Energieforschung wird zu wenig Geld ausgegeben. Auch hier wurde wieder heiß über das Thema der Überförderung von Photovoltaikanlagen gesprochen, auch wenn diese schon ein wenig gesenkt wurde. Forderte man doch eher den Neubau von Atomkraftwerken. Alte Kraftwerke sollten stillgelegt und neue Reaktoren gebaut werden. Neue Kraftwerke seien einfach sicherer und effizienter. Der Anteil des Atomstroms in Deutschland solle dabei nicht erhöht werden, sondern einfach nur gehalten werden.
Plädiert wurde nun dafür, durch erneuerbare Energien nicht Atomkraft-, sondern Kohlekraftwerke zu ersetzen.
Politisch ist diese Forderung jedoch kaum durchsetzbar und das ist bekannt. Spricht man derzeit doch nur von Verlängerungen von den Laufzeiten der AKW. Einen Neubau wagt keiner in den Mund zu nehmen, da die Widerstände der Bevölkerung zu gravierend sind. Diesen Beitrag weiterlesen »
Deutsche Atomtechnik als Exportschlager?
Die Bundesregierung plant, die deutsche Atomtechnik zum Exportschlager machen. Es ist bekannt, dass Nukleartechnologien aus Deutschland zu den modernsten und sichersten weltweit zählen. Jedoch ist man sich in der Bundesregierung noch recht uneinig, was in Zukunft mit der Atomenergie in Deutschland werden soll. Man ist sich aber einig, dass Kernkrafttechnik im Ausland eine wichtige Rolle spielen soll.
Bereits jetzt wird aus ökologischen und ökonomischen Gründen der Export von Produkten im Bereich erneuerbare Energien unterstützt. Aus demselben Grund soll nun auch der Export unserer nuklearen Energietechnologie unterstützt werden. Die Förderung der deutschen Wirtschaft im Ausland soll auch strategischer Ansatz der Außenpolitik von Westerwelle werden, der mit vollem Einsatz hinter dieser ganzen Sache steht.
Kürzung der Solarförderung
Die Website www.spiegel-online.de sowie www.tagesschau.de haben es vorhergesehen und nun auch bestätigt: Die geplante Kürzung der Solarförderung, die durch das Kabinett bestätigt und somit genehmigt wurde, führt kurze Zeit später zum ersten großen Ärger. Der bayerische Ministerpräsident Seehofer hat seinen extremen Widerstand angekündigt.
Zum Auftakt der internationalen Handwerksmesse in München sagte Seehofer, dass die angestrebte Senkung (Hilfe für Dachanlagen: – 16%, Hilfe für Freiflächen: – 15%) zu hoch sei und falsche Schwerpunkte setzt. Das Bundesland Bayern will nun alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Änderung zu erreichen. Der Verlust guter Arbeitsplätze in einer modernen Branche durch zu hohe Kürzungen ist die verheerendste Folge. Diesen Beitrag weiterlesen »
Hohe Strompreise scharf von Verbraucherschützern kritisiert
Mittlerweile ist die Entwicklung nicht mehr nur für Verbraucher schwer nachvollziehbar. Im vergangenen Jahr konnte man eine Reduzierung der Preise für Elektrizität im Großhandel um rund 40 % vermerken. Die Privathaushalte mussten jedoch trotzdem weiter ordentlich zahlen. Daher braucht man sich über die Proteste der Verbraucherschützer nun auch nicht wundern. Diesen Beitrag weiterlesen »
Neue Richtlinien bei Elektrogeräten
Die EU hat sich vorgenommen, in den folgenden Jahren erheblich die Energiekosten der Verbraucher zu senken, indem Leerlaufphasen vermieden werden. Seit 06. 01. 2010 hilft man nunmehr beim Energiesparen, indem man Geräten viele Anforderungen abverlangt, die vorher nicht relevant waren. Zu den Geräten gehören unter anderem Rechner, Waschmaschinen, Fernsehgeräte und andere Büro- und Haushaltsgeräte. Man sollte daher beim Neukauf darauf achten, dass in bestimmten Leerlaufzuständen der Höchstwert der Elektroleistung von 1 Watt eingehalten wird.
Außerdem muss der Hersteller umfangreich über mögliche Leerlaufzeiten informieren. Weitere hilfreiche Informationen dazu kann das Umweltbundesamt geben. Das Bundesumweltamt hält weitere Informationen zu diesem Thema bereit.
Fördergelder für Solarenergie
Nun ist es raus: die Förderprogramme für den Einsatz von Technik zur Erzeugung von Solarenergie werden im Jahr 2010 ordentlich geschrumpft. Während einige Bundesländer bereits damit begonnen haben, lassen sich andere übers Jahr Zeit. Wer also sein Haus noch mit dieser ökologischen Energiegewinnung ausrüsten möchte, sollte sich gut umhören und -sehen und vor allem auch beeilen. Doch auch wenn Fördergelder selbst gestrichen oder zumindest drastisch reduziert werden, so bleiben dennoch Vorteile erhalten, die über den ökologischen Sinn hinaus zur Entscheidung für Solarenergie beitragen.
So bleiben z.B. die steuerlichen Vorteile erhalten und auch die Einspeisungsvergütung, wenn auch in reduziertem Maße, wird weiterhin die Strombezugskosten übersteigen. Auch Kredite mit Sonderkonditionen, wie zum Beispiel die der „Umweltbank“, tragen dazu bei, den Umstieg auf erneuerbare erschwinglich zu machen. Und eines sollte man auch nicht vergessen – die Anschaffungskosten sinken kontinuierlich.
Informationen zu Banken, die thematische Kredite anbieten, welche Bundesländer noch Fördergelder gewähren und wie die Einspeisungsvergütungen aussehen, finden Sie unter anderem auf den Websites: www.solarserver.de oder www.erneuerbare-energien.de. Beide Seiten sind recht übersichtlich und vor allem informativ gestaltet. Für letztere Adresse zeichnet das Bundesumweltamt als Herausgeber und wo, wenn nicht hier, sollte man die neuesten Änderungen erfahren können.
Das Energiewirtschaftsgesetz
Natürlich gibt es ein solches in Deutschland und man höre und staune, bereits seit 1935. Allerdings wurden in jenem ersten Energiewirtschaftsgesetz nur festgehalten und festgelegt, wie sich die Versorgungsunternehmen mit Ausschließlichkeits- Konzessionen vertraglich in den jeweiligen Kommunen die Monopole sicherten.
Zwar wurde 1957 das „Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen“ eingebracht, doch die berühmte Regel von der Ausnahme machte eben das Energiewirtschaftsgesetz.
Bis jetzigen Zeitpunkt durchlief dieses Gesetz derweil 4 Änderungen, die nicht nur europäische Einflüsse geltend machen, sondern auch anderen Anbietern endlich den Zugriff auf das lange monopolistisch verwaltete Verteiler-Netzwerk ermöglichte.
Die Änderung 2008 beinhaltet endlich auch erhebliche Rechte für die Verbraucher. Mess- und Abrechnungswesen sind hier festgehalten und welche Anrechte diesbezüglich die Endverbraucher haben. Die bisher letzte Änderung im Energiewirtschaftsgesetz erfolgte im August 2009 und betrifft den beschleunigten Ausbau von Hochspannungsnetzen. Interessant ist die geplante Änderung für 2010 – hier wird es um die Rechte des Naturschutzes und der Landschaftspflege gehen.
Lassen wir uns also überraschen, ob die Politik etwas dazu gelernt hat.
Neue Verordnung regelt Stromverbrauch von Haushaltsgeräten
In dieser Woche tritt europaweit eine neue Regelung für den Stromverbrauch von Haushalts- und Bürogeräten in Kraft, durch die bis zum Jahr 2020 große Strommengen eingespart werden sollen.
Demnach dürfen die Geräte, die ab jetzt in den Geschäften verkauft werden, nicht mehr als zwei Watt Strom im Standby-Modus verbrauchen. Man erhofft sich durch diese Maßnahme bis zum Jahr 2020 Einsparungen von bis zu 75 Prozent. Diese Menge entspricht ungefähr dem jährlichen Stromverbrauch Dänemarks. Gleichzeitig werden jedoch auch die CO2-Emissionen gesenkt, hier rechnet man mit einer jährlichen Einsparung von 14 Millionen Tonnen.
Im April diesen Jahres wird es dann die nächsten Änderungen in diesem Bereich geben, so soll dann zum Beispiel auch der Energieverlust bei den Netzteilen von Telefonen und Computern durch die Spannungswandlung reduziert werden. Ab Juli sollen dann neue Verordnungen für Kühl- und Gefrierschränke in Kraft treten.
Macht der Klimaschutz den Strom teurer?
Wenn es nach Hildegard Müller geht, der Geschäftsführerin des Energie- und Wasserverbandes, ist damit zu rechnen, dass die Maßnahmen zum Klimaschutz den Strom schon bald verteuern könnten. Schuld daran ist demnach das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), welches im kommenden Jahr dazu führen wird, dass ein Haushalt statt 3,50 Euro künftig sechs Euro zahlen muss, wenn die EEG-Umlage wirklich angewendet wird. Dies wiederum liege daran, dass es eine Menge Geld kostet, diesen „grünen Strom“ an die Netze anzuschließen.
Demnach steige der Anteil der erneuerbaren Energien auch noch an, wenn die Nachfrage nach Strom zurückgeht – auch das führt zu höheren Strompreisen. Die Bundesnetzagentur hält allerdings dagegen und behauptet, dass die Stromanbieter dies nur gerne als Ausrede für die Erhöhung der Stromkosten nutzen würden. Laut Müller wird es darüber hinaus auch noch länger als bis zum Jahr 2050 dauern, bis der Strom komplett aus erneuerbarer Energie besteht – denn davon geht die Energiewirtschaft aus. Mehr zu diesem Thema findet sich hier.

