Ökostrom
Ökostrom wird auch gerne – und zu Recht – als grüner Strom bezeichnet. Er wird aus erneuerbaren Energien, wie Wind, Sonne und Biomasse gewonnen. Auch die Energie, die aus Geothermie gewonnen wird, wird als Ökostrom bezeichnet. Dafür wird die Erdwärme genutzt, um damit die Turbinen anzutreiben. Die Biomasse ist der Oberbegriff für Energie, die aus Pflanzenrohstoffen und tierischen Abfällen gewonnenen wird. Dazu zählen auch Biogas und Biodiesel.
Damit ein Strom als 2grüner Strom“ bezeichnet werden darf, muss er bestimmte Kriterien erfüllen. Diese Richtlinien wurden von Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden ausgearbeitet. Dafür werden dann an die Anbieter Gütesiegel verteilt, an denen man unter anderem die Quelle erkennt, aus der der Strom gewonnen wird. Zum Beispiel bekommt ein Energielieferant das „Goldene Label“ wenn sein Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.
Das „silberne Label“ bekommt ein Anbieter dessen Strom aus 50 Prozent erneuerbaren Energien und 50 Prozent Kraft-Wärme-Kopplungen erzeugt wird. Dafür wird die Abwärme des Kraftwerks als Heizwärme genutzt. Zusätzlich gibt es auf dem Markt noch Strommix-Angebote, wo aus fossilen und erneuerbaren Quellen Strom erzeugt wird. In der Übergangsphase, bis sich der Ökostrom durchgesetzt hat, wird es viele dieser Mix-Angebote geben. Irgendwann werden sich die fossilen Quellen auch so weit erschöpft haben, dass sie nahezu unbezahlbar werden. Dann muss sich spätestens der Ökostrom so weit durchgesetzt haben, dass eine flächendeckende Versorgung möglich ist.
Das setzt aber auch voraus, dass die Länder nicht nur auf die Selbstversorgung pochen, sondern gemeinesame Projekte angehen, um eine Stromversorgung zu gewährleisten.
